§1 Name

Die Arbeitsgemeinschaft Nebenwirkungen und Supportivtherapie (im folgenden kurz "AG NW/SUPPO") ist eine Gruppierung innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie ("DEGRO").

§2 Zweck

2.1 Zweck der AG NW/SUPPO ist die Koordinierung, Abstimmung und Förderung aller Maßnahmen, die der Dokumentation, Prophylaxe, Begrenzung und Behandlung von Nebenwirkungen dienen, die im Rahmen von strahlentherapeutischer Behandlung auftreten. Dies umfasst alle möglicherweise von der Therapie betroffenen Normalgewebe mit frühen und späten Strahlenfolgen und beinhaltet Untersuchungen bezüglich der Entstehungsmechanismen und Pathogenese, ihres Verlaufs, der Einflussfaktoren sowie der Beeinflussbarkeit durch pflegerische und ärztliche Maßnahmen. Die AG NW/SUPPO ist in ihrer Arbeit dem Patienten verpflichtet.

2.2 Der Satzungszweck wird im wesentlichen verwirklicht durch
a. das Zusammenführen von Forschungsaktivitäten ähnlicher Schwerpunkte durch Fachgespräche in Arbeitskreisen (AK)
b. die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen, die sich mit radioonkologischen Nebenwirkungen und Supportivtherapie beschäftigen, innerhalb dieser Arbeitskreise
c. Konzeption und Durchführung klinischer Studien
d. Kommunikation und Nutzung neuer Medien zur Verbesserung der Information aller an der Behandlung Beteiligten
e. Zusammenarbeit und Austausch mit anderen wissenschaftlichen Gruppen, die ähnliche Forschungsschwerpunkte repräsentieren.
f. Die Erstellung und Aktualisierung von Leitlinien im Bereich Prophylaxe und Therapie von Nebenwirkungen sowie der Supportivtherapie
g. Organisation und Mitarbeit bei internationalem Informationsaustausch (z.B. durch Adaptation bereits erarbeiteter internationaler Standards auf deutsche Erfordernisse)
h. Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Praxis
Als Methoden sind hierzu vorgesehen die Organisation von wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungsaustauschen sowie die Entwicklung und Unterstützung von geeigneten Studienkonzepten.

2.3 Die AG NW/SUPPO verfolgt ausschließlich und unmittelbar wissenschaftliche sowie heilkundliche und damit gemeinnützige Zwecke. Die Mitglieder dürfen keinen Gewinnanteil aus den Mitteln der Arbeitsgruppe erhalten. Die AG NW/SUPPO darf keine Personen oder Institutionen durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Aufwandsentschädigungen begünstigen.

§3 Mitgliedschaft

3.1 Der AG NW/SUPPO können natürliche Personen als Mitglieder angehören.. Dabei ist die Mitgliedschaft in der DEGRO erwünscht, aber nicht Voraussetzung, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist Interesse auf dem Gebiet der Strahlentherapienebenwirkungen und der supportiven Maßnahmen. Dies schließt die wissenschaftliche Bearbeitung der Problematik wie auch die klinische Tätigkeit in den verschiedenen Fachdisziplinen ein. Die Mitgliedschaft von Kollegen aus den Bereichen der Grundlagenforschung ist ausdrücklich erwünscht.

3.2 Über die Mitgliedschaft entscheidet die aktive Mitarbeit in der Arbeitsgruppe. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben. Bei Interesse an einer Mitgliedschaft sollte eine formlose Anmeldung bei den Sprechern der AG NW/SUPPO erfolgen. Eine Anmeldung kann auch indirekt über die Sprecher der AK erfolgen.
a. Wird von einem Mitglied über einen Zeitraum von 2 Jahren keine Aktivität gezeigt, so besteht kein weiterer Anspruch auf Einbindung in Entscheidungsprozesse der AG oder vollständige Information. Weiterhin erlischt die Mitgliedschaft mit Austritt, Ausschluss oder Tod. Ein Ausschluss kann nur durch einstimmigen Beschluss des erweiterten Vorstandes erfolgen, wenn a) ein schwerer Verstoß gegen die Interessen der AG NW-Suppo, b) eine erhebliche Verletzung satzungsgemäßer Pflichten oder c) unehrenhaftes Verhalten vorliegt. Vor der Entscheidung über den Ausschluss ist dem Mitglied Gelegenheit zu geben, sich dem Vorstand gegenüber zu rechtfertigen. Der Ausschluss wird schriftlich unter Angabe von Gründen mitgeteilt. Innerhalb von vier Wochen nach Absendung des Ausschlussbescheides ist eine Berufung an die Mitgliederversammlung zulässig, deren Entscheidung ist nach absoluter Mehrheit der Stimmen endgültig.
b. Der Kooperation mit anderen Gruppen und Organisationen wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. Diese wird erreicht durch aktive Zusammenarbeit, persönliche und elektronische Kommunikation sowie Aufbau eines Informationsnetzes im Bereich der Nebenwirkungsforschung und der Anwendung supportiver Maßnahmen.
c. Die Vorsitzenden der AG sind verpflichtet, eine Liste über die Mitglieder zu führen und ständig zu aktualisieren. Diese ist Grundlage für Einladungen und Informationsversand.

§4 Struktur und Organe

4.1 Organe
Die Organe der AG NW/SUPPO sind die Mitgliederversammlung, die AG-Vorsitzenden und der erweiterte Vorstand.
a) Die Mitgliederversammlung findet einmal im Kalenderjahr statt. Inhalt dieser Versammlung sind Berichte über Aktivitäten in den einzelnen Arbeitskreisen, Berichte über die Tätigkeit der Sprecher, ggf. Bericht des Kassenwartes (s.u.) sowie die Diskussion über die Weiterentwicklung auf inhaltlichem und organisatorischem Niveau. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.
b) Vorsitzende: Vorgesehen ist ein Vorsitzender und ein Stellvertreter; dabei sollten die Arbeitsschwerpunkte Nebenwirkungen und Supportivtherapie berücksichtigt sein., Die Bestätigung durch die Mitglieder erfolgt per einfacher Wahl. Die reguläre Amtszeit der Vorsitzenden beträgt zwei Jahre, eine Verlängerung ist auf Wunsch der Mitgliederversammlung möglich. Scheidet einer der Vorsitzendenwährend der Amtszeit vorzeitig aus, so wird vom Vorstand ein neuer Vorsitzender für die verbliebene Amtszeit benannt.
c) Die Sprecher der einzelnen Arbeitskreise stellen zusammen mit den AG Vorsitzenden den erweiterten Vorstand dar. Sie sind in Entscheidungsprozesse bevorzugt eingebunden und sind Multiplikatoren für Informationen innerhalb ihrer AK's. Sofern sich unter den Vorsitzenden der AG und den Sprechern der AK kein Strahlenbiologe/biologin befindet, wird ein solcher in der Mitgliederversammlung zusätzlich gewählt.

4.2 Abstimmungsverfahren
In den Mitgliederversammlungen oder anderen Treffen können Entscheidungen per einfacher Abstimmung getroffen werden. Zu diesen Veranstaltungen muss mit einer Frist von 6 Wochen unter Angabe der Tagesordnung eingeladen werden. Alle übrigen Verfahrensregeln, soweit notwendig, entsprechen der Geschäftsordnung der DEGRO. Auf Antrag mindestens eines Mitgliedes wird eine geheime Wahl bzw. Abstimmung durchgeführt.

4.3 Information der Mitglieder:
Die Protokollierung von Treffen und die Regelung der Kommunikation innerhalb der AK fällt in die Zuständigkeit der AK. Ein- bis zweimal per anno erfolgt von den Vorsitzenden der AG NW/SUPPO an die Sprecher der AK eine Information über aktuelle Entwicklungen. Zusätzlich findet einmal im Jahr die Mitgliederversammlung statt, in der Regel im Rahmen des Jahreskongresses der DEGRO. Alle relevanten Informationen werden zeitnah zusammengestellt und auf der Internetseite der AG NW/SUPPO zur Verfügung gestellt.

4.4 Organisation von Veranstaltungen
Veranstaltungen erfüllen eine zentrale Aufgabe bei der Erfüllung des Satzungszweckes. Sie dienen wahlweise der Weiterbildung, dem wissenschaftlichen Austausch oder der Bearbeitung bestimmter Fragestellungen. Die Organisation erfolgt durch die Vorsitzenden der AG NW/SUPPO oder deren Beauftragte.

4.5 Protokollierung
Alle Zusammenkünfte im Rahmen der AG NW/SUPPO oder der einzelnen Arbeitskreise sollten protokolliert werden. Die Verbreitung entsprechend relevanter Informationen erfolgt nicht nur innerhalb der Arbeitskreise, sondern darüber hinaus, soweit es den in der Satzung genannten Zielen der AG NW/SUPPO entspricht.

§ 5 Mitteilungen und Publikationen

Alle Mitglieder erhalten regelmäßig Informationen über die Aktivitäten der AG NW/SUPPO. Alle Informationen sind auch online verfügbar. Die AG NW/SUPPO verwaltet eine eigene, frei zugängliche Internet-Seite, die als Forum für alle an der Forschung im Bereich Nebenwirkungen und Supportivtherapie-Interessierten dienen soll. Neben Informationen über die AG NW/SUPPO soll eine gezielte Kontaktaufnahme, der Abruf von Einzelinformationen und eine Weitervermittlung an relevante Internet-Adressen ermöglicht werden. Informationen, die nur den Mitgliedern zugänglich sein sollen, befinden sich in einem Passwort-geschützten Bereich.

§ 6 Finanzierung und Führung der Geschäfte

Zum Zeitpunkt der Erstellung der Satzung verfügt die AG NW/SUPPO über keine eigenen Mittel. Sie ist vollständig Teil der DEGRO. Sollten in Zukunft eigene Mittel eingeworben werden, so ist ausdrücklich deren satzungsgemäßer Gebrauch vorgeschrieben. Für die Verwaltung der Mittel werden ein Kassenwart und ein Kassenprüfer gewählt. Eine Berichterstattung vor der Mitgliederversammlung muss beim Vorhandensein von Mitteln einmal jährlich erfolgen.

§7 Auflösung

Die Auflösung der AG NW/SUPPO erfolgt durch eine außerordentliche Mitgliederversammlung, zu der alle Personen, die innerhalb der letzten zwölf Monate Mitglied waren, fristgerecht (sechs Wochen vorher) unter Ankündigung der geplanten Auflösung eingeladen werden. Die Auflösung bedarf einer Mehrheit von vier Fünfteln der Anwesenden. Die Einladung kann erfolgt durch die Vorsitzenden der AG.