Ärzteinformationen

Leitlinie

Die Leitlinie zur Prophylaxe und Therapie von Nebenwirkungen der Strahlentherapie ist von 2005. Sie befindet sich zur Zeit in Überarbeitung. Dabei erfolgt eine Umstellung von S1-Niveau auf S2-Niveau; das macht den Prozess sehr viel aufwändiger und erklärt die Zeitverzögerung zum update.

Bis es so weit ist, verweisen wir nach wie vor auf die alte Leitlinie, die Sie mit einem Klick auf den Link finden:

http://www.degro.org/jsp_public/cms/index.jsp?top=6

oder als PDF  unter:

http://www.degro.org/dav/html/download/pdf/LeitlinieSupportiveMassnahmen.pdf

 

Um PDF-Dateien auf Ihrem Computer anzuzeigen, müssen Sie einen PDF-Reader-Programm installiert. Aufgrund Federal Anforderungen für Barrierefreiheit erfordern PDF-Dateien auf unserer Website Version 6 oder höher. Wenn Sie nicht bereits über eine solche Leser, können Sie einen kostenlosen Reader von der Adobe-Website herunterladen:

http://get.adobe.com/de/reader/


Dokumentation

International hat sich in den vergangenen Jahren die Klassifikation der CTC-AE (Common Terminology Criteria for Adverse Events) Version 4 durchgesetzt (NCI, 2009). Sie bietet den Vorteil, alle potentiellen Nebenwirkungen onkologischer Therapien differenziert zu erfassen und ist vor allem im Rahmen von Studien nicht zu umgehen. Dabei gehen aber spezifisch strahlentherapeutische Aspekte unter; so wird Alopezie definiert als eine Ausdünnung (decrease in density) der Haare, wie sie bei Systemtherapien vorkommen, nicht aber bei Bestrahlung. Hauttrockenheit ist bei Strahlentherapie charakteristisch für die frühe Phase und nicht als eigenständiges Problem getrennt von Rötung und Desquamation zu betrachten. Außerdem liegt sie noch immer nicht in validierter deutscher Übersetzung vor, alle verwendeten deutschen Varianten sind jeweils selbst erstellt, auch die hier verwendete. Alltagstauglich ist für die Akutreaktion immer noch die Klassifikation der RTOG/EORTC (Perez/Brady, 1993).

Für die Klassifikation später Nebenwirkungen bietet sich die LENT-SOMA Klassifikation an. Diese hat viele Items, unterscheidet aber präzise nach den verschiedenen Pathomechanismen von Spätreaktionen. Eine Zusammenstellung in Dokumentationsbögen erfolgt meist nach Definition einer speziellen Fragestellung.

Ein ausführlicher Vergleich aller Systeme wird noch immer am einfachsten durch das Buch „Nebenwirkungen in der Onkologie“ von Seegenschmiedt 1998 möglich (mit der alten CTC-Version)

Die genaue Literaturangabe dazu lautet: Seegenschmiedt MH: Nebenwirkungen in der Onkologie. Internationale Systematik und Klassifikation. Springer Verlag 1998 Berlin, Heidelberg, New York

Sollten Sie Interesse daran haben, eine Vorlagen für eigene Dokumentationsbögen zu bekommen, melden Sie sich doch gern unter:

info@nw-suppo.de